Zum Inhalt springen
Das Archiv

Arbeitspapier · In Arbeit

Eine empirische Analyse aus einer aufstrebenden Volluniversität

Osman Gültekin und Muhammad Ahmed Saadan Qasmani


Abstract

Die Internationalisierung der Hochschulbildung ist zu einem bestimmenden Merkmal institutioneller Legitimität geworden, doch die administrative Infrastruktur, die sie trägt, bleibt bemerkenswert unterentwickelt. International Offices im Globalen Norden wie im Globalen Süden verwalten komplexe Beziehungen zwischen Institutionen weiterhin über E-Mail, Tabellen und manuelle Genehmigungsketten und erzeugen damit, was dieser Beitrag als Internationalization Management Gap (IMG) fasst: die strukturelle Kluft zwischen den erklärten Internationalisierungszielen einer Institution und ihrer Fähigkeit, sie einzulösen. Auf Grundlage qualitativer Daten aus zwei strukturierten Fokusgruppen und fünfzehn bis zwanzig teilstrukturierten Interviews mit Lehrenden und Fachkräften aus International Offices untersucht der Beitrag drei Fragen: welche Hürden Lehrende von internationaler akademischer Tätigkeit abhalten; welche Werkzeuge dieses Engagement wirksam stärken würden; und welche KI-gestützten institutionellen Lösungen diese Hürden systemisch angehen könnten. Der Beitrag führt ein Rahmenwerk aus zwei Gleichungen ein: den IMG, einen zusammengesetzten Index, der die Schwere der Lücke über drei Dimensionen misst (Informationsasymmetrie, Fragmentierung der Arbeitsabläufe und Defizit der digitalen Infrastruktur), mit empirisch begründeter Gleichgewichtung, sowie den Internationalization Potential Index (IPI), der die institutionelle Bereitschaft misst, diese Lücke über das Engagement der Leitung und die Bereitschaft der Lehrenden zu schließen. Der Bedarf an automatisierter Infrastruktur für das Internationalisierungsmanagement an Hochschulen ist offenkundig und nicht regional gebunden: er ist eine strukturelle Bedingung der Hochschulbildung des einundzwanzigsten Jahrhunderts weltweit. Der Beitrag zeigt, dass KI-gestützte Systeme des Internationalisierungsmanagements die tragfähigste strukturelle Antwort auf den IMG darstellen, und prüft, unter welchen Bedingungen solche Systeme am ehesten sinnvolle und gerechte Ergebnisse hervorbringen.

Das englische Original zeigen

Inoffizielle Übersetzung. Das veröffentlichte Abstract ist auf Englisch.

The Role of Artificial Intelligence in International Academic Relations and the Internationalization of Higher Education Institutions

An Empirical Analysis from an Emerging Comprehensive University

The internationalization of higher education has become a defining marker of institutional legitimacy, yet the administrative infrastructure supporting it remains remarkably underdeveloped. International offices across the Global North and Global South continue to manage complex multi-institutional relationships through email, spreadsheets, and manual approval chains, generating what this paper conceptualizes as the Internationalization Management Gap (IMG): the structural disjuncture between an institution's stated internationalization ambitions and its capacity to realize them. Drawing on qualitative data from two structured focus groups and fifteen to twenty semi-structured interviews with faculty members and international office professionals, this paper examines three questions: what barriers prevent faculty from engaging in international academic activities; what tools would meaningfully enhance that engagement; and what AI-driven institutional solutions could address these barriers systemically. The paper introduces a dual-equation framework comprising the IMG, a composite index measuring the severity of the gap across three dimensions (Information Asymmetry, Workflow Fragmentation, and Digital Infrastructure Deficit), with empirically justified equal weighting, and the Internationalization Potential Index (IPI), which measures institutional readiness to close that gap through leadership commitment and faculty readiness. There is an obvious need for automated internationalization management infrastructure within higher education institutions that is not regionally specific: it is a structural condition of twenty-first century higher education globally. The paper highlights the fact that AI-powered internationalization management systems represent the most viable structural response to IMG, and evaluates the conditions under which such systems are most likely to produce meaningful and equitable outcomes.

Schlagwörter

  • künstliche Intelligenz
  • Internationalisierung
  • internationale akademische Beziehungen
  • Internationalization Management Gap
  • Internationalization Potential Index
  • Engagement der Lehrenden
  • MOU-Automatisierung
  • digitale Infrastruktur
  • Fragmentierung der Arbeitsabläufe
  • Globaler Süden
  • Globaler Norden
  • institutionelle Kapazität
  • zusammengesetzter Index

IMG- und IPI-Rechner

Zwei ökonometrische Instrumente (Gültekin & Qasmani). IMG misst, wie groß die Lücke im Internationalisierungsmanagement einer Institution ist, aus Informationsasymmetrie, Fragmentierung der Arbeitsabläufe und Defizit der digitalen Infrastruktur. IPI misst die Fähigkeit, diese Lücke zu schließen, aus dem Engagement der Leitung und der Bereitschaft der Lehrenden. Zusammen gelesen ordnen sie eine Institution einem von vier Profilen zu.

Eingeschränkt

Zugang anfragen

Sie fragen Zugang zu “Die Rolle künstlicher Intelligenz in internationalen akademischen Beziehungen und der Internationalisierung von Hochschulen” an. Jede Anfrage wird geprüft, bevor etwas versandt wird.

Alle neun Papiere