Die Arbeit · Programm
Entwicklung interkultureller Kompetenz
Training, das interkulturelle Kompetenz als etwas behandelt, das eine Institution hat, und nicht als etwas, das Einzelne empfinden sollen.
01 — Ein Defizit, keine Stimmung
“Institutionelle interkulturelle Kompetenz versteht sich besser als Voraussetzung von Inklusion denn als ergänzende kulturelle Investition.”
Die Studie misst sieben Dimensionen bei 580 internationalen Studierenden aus 70 Nationen. Der stärkste Zusammenhang im gesamten Datensatz besteht zwischen dem Defizit einer Institution an interkultureller Kompetenz und der Marginalisierung, die ihre Studierenden berichten. Dieser Befund ist der Grund, warum es dieses Training gibt, und warum es nicht allein an Studierende geht.
- 0,80r
- Defizit an interkultureller Kompetenz gegen Marginalisierung — der stärkste Zusammenhang im Datensatz
- 2,62Mittelwert
- institutionelle interkulturelle Kompetenz auf einer fünfstufigen Skala
- 28,4 %
- bejahen, dass die Hochschulleitung wirkliche Inklusion fördert
Die Studie ist im Querschnitt angelegt und selbstberichtet, also Muster des gemeinsamen Auftretens und keine bewiesenen Ursachen. Das Papier sagt das selbst.
02 — Für wen es ist
“Diese Studie behandelt interkulturelle Kompetenz als organisationale Eigenschaft: als die gebündelte Fähigkeit von Leitung, Lehrenden und Verwaltung einer Institution, kulturelle Unterschiede in der Gestaltung und Erbringung ihrer Leistungen wahrzunehmen und auf sie einzugehen.”
Leitung, Lehrende und Verwaltung halten jeweils einen anderen Teil dieser Fähigkeit, und ein Workshop für eine dieser Gruppen kann die anderen nicht ersetzen. Das Programm läuft in drei Spuren, getrennt entworfen und jeder Gruppe in ihren eigenen Begriffen vermittelt.
Studierende
Interaktive Sitzungen zu Kommunikation, Anpassung und Gemeinschaftsbildung.
Ergebnisse
- kulturelle Orientierung
- Aushandlung von Identität
- Gemeinschaftsbildung
Lehrende
Rahmenwerke und Workshops für Inklusion im Lehrraum und interkulturelles Verstehen.
Ergebnisse
- inklusive Lehre
- interkulturelle Zusammenarbeit
- Studienverbleib
Verwaltung
Trainings zu Leistungserbringung, kultureller Sensibilität und Problemlösung.
Ergebnisse
- Leistungserbringung
- kulturelle Sensibilität
- Problemlösung
03 — Wie es abläuft
- 01DiagnoseWas die Institution bereits hat und wo die Lücke sitzt. Engagement der Leitung, Kommunikation der Mitarbeitenden und Programmgestaltung werden getrennt erhoben, weil die Forschung sie in unterschiedlichem Maß versagen sieht.
- 02EntwurfEin Curriculum, gebaut für die drei Spuren und für den eigenen Kontext der Institution, statt eines von anderswo mitgebrachten Lehrplans.
- 03DurchführungSitzungen vor Ort oder hybrid, in der Unterrichtssprache, mit Materialien, die bei der Institution bleiben.
- 04BerichtWas sich verändert hat, was nicht, und was die Institution ohne externe Unterstützung weiterführen sollte.
“Interkulturelle Kompetenz muss in jeder Schicht der Institution verankert sein — von Entscheidungen und Mittelvergabe des Rektorats bis zur Besetzung des International Office, der Fortbildung der Lehrenden und den Angeboten der Studierendenberatung.”
Zwei Maßnahmen folgen am unmittelbarsten aus den Ergebnissen auf Itemebene: die Berufsberatung neu um die besondere Arbeitsmarktlage internationaler Absolventinnen und Absolventen herum zu gestalten, und Unterstützung in der Unterrichtssprache anzubieten. Sie betreffen die beiden am schlechtesten bewerteten Items des gesamten Instruments.
04 — Strukturen, keine Schaufenster
“Universitäten setzen internationale Studierende über Kulturfeste, Werbefotografie und Marketingmaterial als symbolische Ressource ein und erwerben so ein Diversitätszeugnis, ohne ihre Machtverhältnisse oder Chancenstrukturen zu ändern.”
In der Befragung stimmten rund 67 % der Studierenden zu, so eingesetzt worden zu sein, während 35,5 % zustimmten, davon profitiert zu haben — eine Lücke von etwa 31 Prozentpunkten, und genau diese Größe soll der Begriff des Tokenismus fassen. Training allein schließt sie nicht. Was sie schließt, sind dauerhafte Strukturen, in denen Studierende ein Amt innehaben, publizieren und Rechenschaft ablegen. Zwei davon wurden an der Istanbul Aydın University gegründet und gehören zu dem, was das Programm einer Institution aufbauen hilft.
Model United Nations
Das Campus-Programm gegründet und vier Konferenzen ausgerichtet.
Eine Delegierte vertritt eine Position, verhandelt sie und wird an ihr gemessen. Die Kompetenz wird ausgeübt statt beschrieben.
STARLIGHT
Die erste Zeitschrift internationaler Studierender in Türkiye.
Eine redaktionelle Plattform, die Studierende selbst führen, gibt ihnen die Autorschaft, die ein Werbefoto ihnen nimmt.
05 — Zusammenarbeit
Holen Sie das an Ihre Institution.
Forschungskooperation
Zu interkultureller Kompetenz, Marginalisierung oder der Internationalisierung der Hochschulbildung.
Beratung
Für internationale Studierende und für die Mitarbeitenden, die sie begleiten.
Fachberatung
Zu Internationalisierungsstrategie, Aktivierung von Partnerschaften und Studienerfahrung.
Kurzzeitprogramme
Sommer- und Winterschulen, Intensivprogramme zu Frieden und Diplomatie, Austausch für Lehrende und Personal — vom Konzept bis zum Bericht.
Entwurf eines ICD-Kurses
Aufbau eines Kurses zu interkultureller Kompetenz, den Ihre Institution besitzt und selbst durchführt.
Institutionelle interkulturelle Kompetenz ist die Bedingung, von der Inklusion abhängt. Sie lässt sich messen, und sie lässt sich aufbauen.
